Mundgesundheit im Alter – Altersprävention nach Risikoprofil

Der Trend ist eindeutig und die Berechnungen zur demographischen Entwicklung der bundesdeutschen Bevölkerung sind nicht mehr anzuzweifeln. Der Mensch in diesem Lande wird kontinuierlich älter, die Alten bilden die schnellstwachsende Gruppe unserer Gesellschaft. Deutschland hat die zweitälteste Bevölkerung der Welt. Circa 17 Millionen Menschen sind über 75 Jahre (Statistisches Bundesamt). Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenrate sinkt. Das bringt Herausforderungen auf vielen Ebenen des Zusammenlebens. Soziale Sicherungssysteme sind ebenso neu zu justieren, wie Strukturen des Wohnens, der Versorgung, der Pflege und nicht zuletzt der Mitbestimmung im sozialen Umfeld.
Eine besondere Bedeutung kommt ganz sicher einer qualitativen hochwertigen medizinischen und zahnmedizinischen Betreuung zu. Die zahnärztlichen Körperschaften BZÄK und KZBV und ihnen nahe stehende alters-kompetente Gruppierungen haben in einer Denkschrift „Mundgesundheit trotz Handicap und hohem Alter“ der Politik und den Krankenkassen Lösungsmöglichkeiten für eine angemessene zahnärztliche Versorgung des immobilen, pflegebedürftigen Patienten aufgezeigt.
Daneben, und bevor es zur Immobilität kommt, gibt es den alten Patienten, dem es vergönnt ist, seine hohe Lebenserwartung auch „auszuleben“, d.h. bei entsprechend guter Lebensqualität alt zu werden. Die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde hat mit der Zielsetzung „Prävention ein Leben lang“ im jugendlichen und mittleren Lebensalter großartiges erreicht – Kariesrückgang z.B. bei Zwölfjährigen um 80% gegenüber 1983 – und die Mundgesundheit insgesamt signifikant und nachhaltig verbessert.

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